Startseite Aspekte Auch ein Pflegeproblem
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In der jüngsten Ausgabe der Weltwoche referieren die Autoren über ein Thema welches im Pflegebereich so normal ist, das dies kaum einen Artkel wert ist. "Die empfindliche Verweiblichung der Medizin." Immer weniger Männer wollen Ärzte werden. Befürchtet wird das Gehälter dramatisch sinken, weniger Forschung stattfindet und ein Personalmangel im Medizinerbereich einsetzen wird. Und das nicht nur in der Schweiz. Ausgemacht ist ein weltweites Phänomen. "Die Zürcher Historikerin Heidi Witzig nennt den Grund: Unsere Gesellschaft wertet weibliche Bereiche nach wie vor ab und ordnet männlich dominierten Bereichen den Status von Bedeuutng und Macht zu." (aus Weltwoche 43.07) Dem Zitat kann nicht widersprochen werden. Als Folgen der Verweiblichung der Medizin und zur Erhaltung der Attraktivität des Arztberufes sollen die Arbeitsplätze angepasst werden. Teilzeitstellen ausgebaut werden. Projekte und Forschung während der Arbeitszeit stattfinden, wie z.B.am Intitut für Anästhesiologie am Uni-Spital Zürich. Familie und Beruf unter einen Hut gebracht werden. Also die Bemühungen sind enorm. Schliesslich geht es ja auch um den Forschungsstandort Schweiz und das Prestige des Arztberufes. Der Grund befürchteter Abwertung des Arztberufes: "...weil sich Frauen schwertun, um bessere Löhne zu kämpfen, aber auch weil ihnen hohe Einkommen grundsätzlich weniger bedeuten als ihren männlichen Kollegen." (Zitat Lukesch,Weltwoche) Aber auch im Pflegebereich sind mehrheitlich Frauen beschäftigt. Auch an technischen Stellen. Seien das nun Chirurgie, Orthopädie , Intensivstationen oder OP`s. Arbeiten an den Feiertagen und den Wochenenden, Bereitschaftdienste, Teilnahme an Fort-und Weiterbildung und Mitarbeit an Projekten haben zu noch keiner medienwirksamen Forderung geführt wie die oben genannten bei den Medizinerinnen. Man arrangiert sich halt irgendwie. Und schwanger werden Pflegende auch. Weniger im Geldsack als ihre männlichen Kollegen haben sie auch. Das der Numerus Clausus bei den Medizin Studierenden gelockert wurde um mehr Studierende zu bekommen, heisst nicht das die Vorraussetzungen zur Pflegeausbildung auch einfach gelockert wird oder gar medienwirsam der Pflegenotstand vorhergesagt wird. Die Abwertung des Pflegeberufes hat die gleichen Gründe und Folgen wie bei der befürchteten Feminisierung der Medizin. Frauen sind keine Rambos und die Pflegeverbände entsprechend strukturiert. Einen Neidartikel wollte ich hier nicht schreiben. Denn Arzt möchte ich nicht sein. Nicht heute und nicht morgen. Nur hätte dem Redaktorenteam es gut getan die grösste Berufsgruppe im Gesundheitswesen, die Pflegenden, in ihre Betrachtungen mit einzubeziehen. Dann würden sie bemerkt haben, das diese Probleme nicht neu sind. Nur in der Pflege weniger medienwirksam gejammert wird.2007-10-26 EH |
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