IE6 u.7="ALT" +"0"+"Enter"
Moz.2 ="ALT"+"Umschalt"+"0"

Feeds zu Aspekte

RSS- Symbol 
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol und kopieren Sie diesen Link in ihren RSS Reader.
Wenn sie darauf klicken sehen sie bereits vorhandene Feeds.
Startseite arrow Aspekte arrow Laengst explizit
Drucken E-Mail

 

Kürzlich ist mir das Krankenhausbarometer 2007(1) in die Hände gefallen. Könnte mir eigentlich egal sein. Ist nämlich das Deutsche.
Ganz so einfach ist es aber nicht.


Schon gar nicht in Bezug auf die 2003-2004 erstellte Rich Nursing Studie (implizierte Rationierung in der Pflege) der Universität Basel.
So kann sich Herr und Frau Schweizer schon jetzt frisch machen, wenn die DRG (Fallpauschalen) richtig Einzug halten. 
Sie sind der Hauptgrund einer wirklich spürbaren Rationierung von Pflege im deutschen Gesundheitswesen, selbstverständlich zunächst zu Lasten der Pflegerischen Patientenversorgung.
Kürzere Verweildauern bei höherem Patientendurchlauf mit weniger Personal. Springen im Dreieck und eine Verschiebung der Akutmedizin ins Altenheim sind die unausweichliche Folge.
Die Belastungskennzahlen des deutschen Pflegerates sprechen in einer Prognose für 2009 von 60 Patienten auf eine Vollbeschäftige Pflegefachperson! Erst kürzlich wurde im deutschen Pflegethermometer Zahlen erhoben, wo ein Drittel der Pflegenden angibt das eine Unterstüzung der Nahrungsaufnahme nicht im Tempo der Patienten erfolgen können, Umlagerungen der Patienten und auf den Notruf gehen
wie einem Lotto Fünfer gleichkommen.
Von einer implizierten Rationierung zu sprechen ist nicht mehr gerechtfertigt. Sie ist offensichtlich und kommuniziert. Sie ist die Regel. Explizit nenne ich das.
Die 2006 vom Hartmannbund durchgesetzte dreissigprozentige Lohnerhöhung für Ärzte geht, laut Report, in einem Drittel der Spitäler zu Lasten anderer Berufsgruppen. Nur elf Prozent der Spitäler denken über Reduzierung der Ärztestellen nach. Alle anderen möchten den ärztlichen Dienst "optimieren". Falls damit die neu disskutierte Übertragung ärztliche Aufgaben an Pflegepersonal gemeint ist, scheitert  dies laut DPR an den Personal-Ressourcen der Pflegenden. Sie haben schon Mühe den Patienten das Nötigste angedeihen zu lassen.
Ganz selbstverständlich brennen Pflegende nebenbei aus und so mancher wirft für immer den Waschlumpen.
Patienten wissen in der Regel worauf sie sich einlassen wenn sie in ein Spital gehen. Die Rationierung ist explizit.
Aber warum sollten sie einsehen, das ihre hohen Krankenkassenprämien allenfalls für Lazarettversorgung reichen?
Und wenn DPR Präsidentin Müller fragt ob es erneut Demonstrationzüge braucht um auf die miserablen Zustände aufmerksam zu machen, kann ich das wohl nur mit Ja beantworten.
Nun ist die Schweiz nicht Deutschland. Aber der Gedanke der Rationierung ist auch hier längst vertreten. Das deutsche DRG Konzept wird derzeit auf schweizerische Verhältnisse angepasst, nachdem Swiss DRG sein eigenes, hoffnungsvolleres Konzept, verschämt weggepackt hat.
Das Pflege im angepassten DRG abgebildet wird, oder das "Eingeschweizerte" deutsche (eigentlich australische) DRG vergleichsweise milder wird, ist wohl nicht zu befürchten. Der SBK (Schweiz. Pflegeverband)welcher in der Bastelrunde DRG eine Beobachterrolle hat, kann schon mal zum Sprung ansetzen. Wenn nicht der Berufsverband wer sonst? Heute veröffentlichte der Tagesanzeige(2) einen Artikel, welcher klar herausstellte wem die National-und Ständeräte sonst noch so gehorchen. Meine Quintessenz: Wenn nicht einer der Parlamentarier zufällig über ein "klappriges Grossi "verfügt, muss der Begriff der Pflege und deren Berufsgruppen dort erst erfunden werden.
Ganz explizit!


EH 2007-11-09

(1)Deutsches Krankenhaus-Barometer

(2)Politiker sichern sich lukrative Mandate

 
Benutzer Bewertung: / 1
SchlechtSehr Gut 
< zurück   weiter >
© 2008 Pflege im Blick . Die Pflegeseite aus der Ostschweiz