Startseite Aspekte Master-Sudiengaenge in Pflege
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Eine unscheinbare Pressemeldung vom 20.12.07 lässt aufhorchen. Das EDV (Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement) hat den Master-Studiengängen für Gesundheit keine Startbewilligung erteilt.
Auch die Studienrichtungen der Pflege sind mit eingeschlossen. Bedingungen zur Zulassung sind: "... unter anderem der Nachweis von Forschungskompetenzen und Praxisbezug, die Studierendenzahl (mindestens 30 Studierende pro Jahrgang), der Studienumfang sowie die Einbindung des Studiengangs in die Gesamtstrategie der Fachhochschule." Ursprünglich sind 86 Gesuche zu Master-Sudiengängen eingegangen, 22 davon müssten noch eingehend geprüft werden. Umgehend meldete sich der Berufsverband der Pflegefachfrauen -und männer zu Wort. "Der SBK ist empört, dass die Master-Gesuche des Bereichs Gesundheit nicht dabei sind. Dies ist für den Berufsverband der Pflegenden, der 26'000 Mitglieder vertritt, eine nicht tolerierbare Benachteiligung jenes Bereichs, in dem vor allem Frauen tätig sind. Die Empörung ist zunächst berechtigt. Mit Frauenpower allein sind die Argumente zur Zulassung allerdings rar gesäht. "Pflege ist eine angewandte Wissenschaft mit Lehre, Forschung und Dienstleistung. Sie basiert auf wissenschaftlichem und fachlichem Wissen sowie auf der Erfahrung der Pflegefachleute." (von Berner FHS für Gesundheit) Pflege hat einen gesetzlichen Auftrag. Pflege hat einen gesellschaftlichen Auftrag. Pflege entwickelt sich. Um diese Aufträge wahrnehmen zu können, braucht Pflege kompetente Untertsützung auf Fachhochschulniveau. Fertig. Von einer Benachteiligung von Frauen kann ich angesichts einer weiblichen Vorsteherin des EDV und dreier Bundesrätinnen und einer Bundeskanzlerin nicht mehr sprechen. Selbst die gewesene SP Nationalrätin (eine der ersten Frauen im Nationalrat) Lilian Uchtenhagen, gibt in einem Weltwoche Interview zu bedenken: " Die Gleichstellungsproblematik ist nicht mehr aktuell. Frauen können sich heute nicht mehr darüber beklagen, dass sie Schwierigkeiten haben, weil sie eine Frau sind." Vielleicht würde der SBK noch schlagkräftiger, würde er sich vom Image einer verstaubten Frauenrechtsbewegung lösen können und handfeste Argumente für die Zulassung der Master-Studiengänge bringen.
EH 2007-12-21 |
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