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Das ist amtlich

 

Der Tagesanzeiger titelte kürzlich: "Die Qualität der Pflege in Altersheimen und Spitälern nimmt ab.
Grund dafür sind Kostendruck und Personalmangel."


Interessant in diesem Zusammenhang ist die 2004 gemachte nationale Krankenhausstatistik.
"... auf 16’815 Ärzte (kamen) 46’207 Pflegende.
Ein Jahr später ist die Zahl der Ärzte auf 18 285 gestiegen, die der Pflegenden jedoch nur auf 46 548."
Weiterhin titelt der Tagesanzeiger heute wieder von teuerer Verordnungspraxis in den Spitälern.
Der Segen hierfür, von irgendwelche "Studien" der Pharma, auf die Arzt sich stützen kann. Ein schönes Tandem.
Wenn gleich die subjektiv empfundene Rationierung bei den Bürgern ankommt und von Ärzten bestätigt wird,
steigern sich dennoch Ausgaben für teuere technische Untersuchungsgeräte. Damit diese sich rechnen,
wird wild drauflos untersucht . Dabei werden noch Krankheiten generiert die den Namen nicht verdienen.
So, und das ist nur die Spitze des Eisberges.Haufenweise Studien stellen die Probleme dar.
Von den kommenden Fallpauschalen ganz zu schweigen.
Um unter Anderem, dem Kostendruck und Personalmangel in der Pflege zu begegnen, fordert BR Couchepin das Bundesamt für Gesundheit nun auf, eine nationale Qualitätsstrategie zur med.Qualitätssicherung für 2008 zu erarbeiten.
Kann Pflege sich ja freuen das sie irgendwie nun mal wieder wahr geworden wird, aber Qualitätsstrategien hat Pflege schon.
Qualität messen tut Pflege auch schon. Durch Messen wird Qualität auch nicht besser. Oder soll so lange gemessen werden bis das Ergebnis stimmt? Dumm nur das Pflege keine Lobby hat, hätte sie doch mit den Ärzten und der Pharma zusammen kreative Hintertürchen zimmern können, die vorm Todsparen schützen. So sieht die Pflege im Moment als der alleinige Verlierer aus..
Dennoch ist Pflege selbst nicht ganz unschuldig.
Wir sind zu apolitisch.
Wir sind in alle möglichen Disziplinen und Interessen gespalten.
Wir zerfleischen uns gerne selbst.
Wir kompensieren gerne viel und alles.
Wir halten uns immer noch für Gratisengel.
Wir kaufen eine Fahrkarte um einen Zug zu stürmen.
Schade.
Um aber Besserung zu erzielen, damit wir dem absoluten Supergau in der Pflege entkommen, könnten wir mal nach Deutschland blicken.
Ob unkollegiale dreissigprozentige Lohnerhöhung, auf Kosten der Pflege, für Ärzte in 2007 oder "
Pflege-uns reichts". 
Druck macht Regierende auf alle Fälle kreativ.

EH2008-01-15

 
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